Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine Netzhauterkrankung, die die Sehkraft stark in Mitleidenschaft zieht, und zu einer teilweisen Erblindung führen kann. Laut aktuellen Forschungen könnte es jedoch vielleicht schon bald Heilung für diese lähmende Augenerkrankung geben.
Makuladegeneration beeinträchtigt das Sehvermögen
Alleine in Deutschland sind etwa 3,5 Millionen Menschen von der altersbedingten Makuladegeneration betroffen, wobei die Erkrankung bei den über 50-Jährigen zu den häufigsten Ursachen für eine Erblindung zählt. Bei Personen, die darunter leiden, sammeln sich im Laufe der Zeit Ablagerungen im Bereich der Makula an, die zu einer Beeinträchtigung des punktgenauen Scharfsehens führt.
Wird die AMD nicht behandelt, verliert der Patient nach und nach sein Sehvermögen, wobei es nicht zu einer vollständigen Erblindung kommt, das periphere Sehen funktioniert weiterhin. Unterscheiden lassen sich zwei Formen der AMD: trockene und feuchte AMD. Für letzteren Typ stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, für die trockene Form nicht.
Faktor H-verwandtes Protein 4 in der Makula identifiziert
Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern, denn Wissenschaftler der Queen Mary Universität of London haben ein bestimmtes Protein entdeckt, das mit der altersbedingten Makuladegeneration in Verbindung steht. Im Rahmen ihrer Untersuchungen stellten die Forscher fest, dass Patienten mit dieser Erkrankung bedeutend höhere Werte eines Proteins in ihrem Blut aufwiesen, das auch als Faktor H-verwandtes Protein 4 (FHR-4) bekannt ist.
Anhand von gespendetem Augengewebe von Personen mit AMD identifizierten die Experten zudem das spezielle Protein in der Makula (die Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut) des Sehorgans. Bei FHR-4 handelt es sich um ein Protein, welches für die Regulierung des Komplementsystems zuständig ist, einen Teil des Immunsystems, das sowohl bei Entzündungen als auch bei der körpereigenen Abwehr von Infektionen involviert ist.
Genetik spielt eine Rolle bei der Erkrankung
Bereits in früheren Forschungen wurde die altersbedingte Makuladegeneration mit dem Komplementsystem assoziiert. Dabei stellte sich heraus, dass genetische Defekte in den essentiellen Komplentproteinen das Risiko für die Entwicklung der Krankheit signifikant erhöhen. Im Rahmen der aktuellen Studie setzten die Experten eine genetische Methode ein, die es ihnen ermöglichte, bestimmte Veränderungen im Genom zu finden, die in Verbindung stehen mit den erhöhten FH4-Werten, die bei Menschen mit AMD vorhanden sind.
Aus diesen Ergebnissen kann geschlossen werden, dass erhöhte FH-4-Spiegel im Blut das Resultat vererbter genetischer Veränderungen sind, die dazu führen können, dass das Komplementsystem im Auge unkontrolliert aktiviert wird, wodurch die Erkrankung weiter fortschreitet.
Vielverprechende Behandlungsmöglichkeiten in Zukunft
Indem der Blutspiegel dieses Proteins gemessen wird, sei es laut den Forschern zukünftig möglich, eine frühe Diangose der AMD zu stellen und neue Therapiemaßnahmen zu entwickeln, die auf FHR-4 abzielen, wodurch eine Verbesserung oder Heilung der Krankheit möglich sein könnte. So sei es nicht nur denkbar, das Krankheitsrisiko aufgrund der Messung des Blutspiegels zu prognostizieren, sondern darüber hinaus den Blutspiegel dieses Proteins zu senken, um die Funktion des Immunsystems in den Sehorganen wiederherzustellen.
Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Funde das Interesse der breiteren Forschungsgemeinschaft an der Beteiligung des Komplementsystems an der AMD erhöht, und dazu führen, dass in Zukunft neue Behandlungsmöglichkeiten ins Leben gerufen werden, um dieser schwerwiegenden Erkrankung erfolgreich entgegenzuwirken.
Nahrungsergänzung im Kampf gegen Makuladegeneration
Auch eine Reihe von Pflanzenstoffen hat positive Wirkung auf die Macula und hilft dabei, einer AMD erfolgreich entgegenzuwirken. Neben wichtigen Vitaminen und Spurenelementen, erweisen sich vor allem Substanzen wie Lutein und Zeaxanthin (reduzieren oxidativen Stress, absorbieren energiereiche UV-Strahlung und verhindern so photochemische Schädigungen des Netzhautgewebes), Reveratrol (schützt die feinen Gefäße im Auge), Blaubeere (verbessert die Funktion der Netzhaut und erleichtert das Sehen in der Dunkelheit) als effektiv zum Schutz der Augen. Das chronobiologische Präparat Visiochron® (siehe Verbraucher-Info im Kasten unten) stellt diese Substanzen tageszeitlich korrekt zur Verfügung.